Malta

Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer und zählt mit einer Fläche von 316 Quadratkilometern zu den sogenannten Zwergstaaten.  Der Archipel liegt 81 Kilometer südlich der Küste Siziliens und wird bei deutschen Touristen immer beliebter: Ein Tauchparadies, reich an Kultur und Geschichte.

Aber Malta ist kein gutes Pflaster für Tiere: Hundekämpfe, Hahnenkämpfe, herrenlose Hunde und Katzen oder solche, die ein Leben lang an der Kette oder auf einem Hausdach gehalten werden – und Singvögel, die Opfer von Netzen oder Klebstofffallen werden. Jedes Jahr werden auf Malta zu dem unzählige Vögel in Jagdlust abgeschossen. Obwohl der Inselstaat seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der EU ist, ist Tierschutz dort offenbar gar kein Thema. Bei vielen Menschen haben Tiere keinen besonderen Stellenwert und gelten für sie als “Sache” – Sachen empfinden keinen Schmerz – und mit Sachen kann man beliebig umgehen.

Wenige Tierschützer versuchen, auf das Leid der Tiere dort aufmerksam zu machen. Sie brauchen unsere Unterstützung.

Wir arbeiten mit einer deutschen Tierschützerin auf Malta zusammen, die wir schon lange kennen - Frau Sigrid Baron. Eines unserer Ziele ist es für die Tiere auf der Insel (vorwiegend Katzen), bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Sigrid läßt im Jahr etwa 400 Katzen kastrieren, denn nur durch Kastrationen lässt sich neues Elend verhindern.
Kranke und verletzte Katzen werden von Tierärzten medizinisch versorgt und danach von Sigrid gesund gepflegt. Die Nachsorge der Tiere nach der Kastration und nach Operationen findet unter einfachsten Bedingungen statt. Oft können Tiere nur noch von ihrem Leiden erlöst werden - auch das ist Tierschutz.

Wichtig ist auch die Fütterung der Straßenkatzen. Sie haben keine Möglichkeit Futter und Wasser zu finden und sich selber zu versorgen. Oft werden völlig abgemagerte Tiere aufgegriffen. Das sind dann meistens ausgesetzte Hauskatzen, die nie gelernt haben um Futter zu kämpfen und die sich aufgeben. Wir möchten Sigrid bei ihrer Tierschutzarbeit mit Spendenaktionen für Kastrationen, für Futter und Tierarztkosten unterstützen. Auch andere dringend benötigte Hilfsgüter werden wir nach Malta schicken.
Als erste Aktion kommen einige Katzen nach Deutschland, die seit Monaten/Jahren in Käfigen in einer Garage leben. Ausgesetzt werden können viele dieser Katzen nicht mehr. Diese Aktion haben wir in Zusammenarbeit mit der Katzenhilfe Annaberg e.V. gestartet. Sie nehmen die Katzen auf, der Tierarzt versorgt und behandelt sie und dann werden die Miezen vermittelt. Nach dieser Aktion werden nur noch Notfälle nach Deutschland kommen, die auf Malta keine Überlebenschance haben.
Da nicht nur Tierschutz auf Malta dringend notwendig ist, werden wir auch die Katzenhilfe Annberg e.V. unterstützen. Dort wird auch immer für Fundtiere und frei lebende Katzen Futter gebraucht und Unterstützung zu den Tierarztkosten.

 

Dies ist eine Katze mit der Jugendliche Fußball gespielt haben. Sie hatte fürchterlichen Durchfall, aber außer Schmerzmittel und einem starken Antibiotika konnte der Tierarzt nichts mehr machen. Sie war sehr agressiv, sie hatte keine außeren Verletzungen. Der Tierarzt meinte, sie wird wahrscheinlich sterben,aber geben wir ihr eine Chance!

Sie hat noch eine Dose a/d im Liegen gefressen, gebettet auf zwei Wärmflaschen, abgedunkelt in einer Hundetransportbox.
Am nächsten Tag hat sie dann nochmals eine Dose Feuchtfutter verputzt, und Sigrid hat sie etwas mit einem Waschlappen gesäubert und Schmerzmittel und Antibiotika gespritzt. Aber sie war schwach und mit Vorsicht zu geniesen.
Darauf den Tag wollte sie dann nicht mehr fressen, aber sie war ganz relaxt. Nur nochmals zum Tierarzt wollte Sigrid nicht, da das schon wieder Streß gewesen wäre, nachdem sie endlich gleichmäßig atmete und es so aussah, daß der Durchfall gestoppt war.
Sie ist friedlich um 17.00 Uhr eingeschlafen, ohne Schmerzen, ganz ohne Todeskampf.

Die Polizei wurde informiert und die Jugendlichen wurden zum Verhör vorgeladen. Ob sie daraus etwas gelernt haben?

 

Die folgenden Bilder spiegeln den Alltag der Tierschützer auf Malta wieder. Tagtäglich werden sie mit dem Elend und der Brutalität konfrontiert.