R.I.P. Shermaine

Shermaine (gestorben am 19.12.2015)

Shermaine war eine ausgesetzte Hauskatze. Sie wurde am 5. Dezember von einem Auto angefahren. Ein Schicksal, das viele Katzen auf Malta teilen. Tierliebe Menschen brachten Shermaine zur Tierärztin, wo sie eingehend untersucht wurde. Ihr verletztes Pfötchen wurde eingegipst. Eine weitere Verletzung im Rachenraum wurde festgestellt, musste aber nicht weiter behandelt werden.

 

 

 

Am Tag darauf (06.12.2015) bat die Tierärztin Sigi, Shermaine zu übernehmen und bei sich zu Hause gesund zu pflegen. Sigi hat Shermaine natürlich sofort aufgenommen. Sie stellte bei ihr eine Verletzung an der Nase fest, die sich erst zwei Tage nach dem Unfall zeigte. Der Gips konnte zwar nach einiger Zeit abgenommen werden, doch Shermaine ging es von Tag zu Tag schlechter. Sie fraß und trank nicht und Sigi musste sie zwangsernähren und ihr starke Schmerzmittel verabreichen.

 

Am Samstagnachmittag, den 19.12.2015, ist Shermaine still und leise gestorben. Sigi hat sie tot aufgefunden. Wahrscheinlich hatte Shermaine ein Schädeltrauma/ein Blutgerinnsel im Gehirn. Shermaines Tod hat Sigi sehr mitgenommen. Sie hatte zwei Wochen um das Leben der kleinen Katze gekämpft. Leider vergeblich...

 

 

 

Ausgesetzte Hauskatzen haben eine sehr geringe Überlebenschance auf Maltas Straßen. Auf der kleinen Insel gibt es beinahe so viele Autos wie Einwohner und fast täglich kommt es zu Unfällen. Dabei werden häufig sowohl Menschen als auch Tiere schwer verletzt oder getötet. Ausgesetzte Hauskatzen sind sehr unerfahren im Straßenverkehr und daher stärker gefährdet als Katzen, die auf der Straße aufgewachsen sind.